Richtlinien für Projektgruppen

Inhaltsverzeichnis

Allgemein

Das Ziel einer Projektgruppe (PG) ist nach Bundessatzung §23 Absatz 3 die Durchführung eines zeitlich begrenzten Projekts. Dieser Leitfaden wurde noch nicht vom Bundesvorstand verabschiedet, sondern soll vorläufig erst mal als Leitlinie gelten.

Ziel

Projektgruppen werden gegründet, um ein genau definiertes Ziel in einer vorgegebenen und vorgeplanten Zeit zu erreichen. Sie versammeln Mitglieder der Partei der Humanisten mit Interesse an und Kompetenzen zu einem inhaltlichen Thema und setzen das Projekt entsprechend um.

Projektgruppen haben die Aufgabe, die Arbeitsfähigkeit von Institutionen oder Mitgliedern innerhalb der Partei mit Vorschlägen, Aufgabenübernahme, Problemlösungen oder Ressourcen zu unterstützen.

Gründung

  1. Die Gründung einer PG erfolgt durch Initiative von Mitgliedern der PdH gemäß BS § 23 (3).
  2. Zur Aufnahme der Arbeit der PG, zur parteiinternen Bekanntmachung der Existenz der PG und zur Nutzung der parteiinternen Softwaresysteme für die PG-Arbeit ist die Anerkennung der PG-Eigenschaft durch den Bundesvorstand nach BS § 23 (5) erforderlich.
  3. Zur Gründung erforderlich sind mindestens fünf ordentliche Mitglieder der Partei, die gemeinsam den Namen, das Ziel und den Zeitraum der PG definieren, aus ihrer Mitte eine kommissarische PG-Leitung sowie eine kommissarische stellvertretende PG-Leitung bestimmen.
    1. Das Ziel der PG beschreibt die grundsätzliche Zielbestimmung der PG.
  4. Die kommissarische Leitung stellt den Antrag auf Anerkennung der PG beim Bundesvorstand.
  5. Der Antrag auf Anerkennung der PG muss das klar definierte Ziel, den exakten Zeitraum, die Namen der beteiligten Mitglieder, der kommissarischen Leitung und Stellvertretung enthalten und per E-Mail an vorstand@diehumanisten.de geschickt werden.

PG-Leitung

  1. Die PG-Leitung besteht aus einem/r Leiter/in und einem/r Stellvertreter/in.
  2. Die PG-Leitung wird nur einmal von den Mitgliedern der PG gewählt. Sollte eine Änderung der PG-Leitung erforderlich sein, sorgt die ursprüngliche PG-Leitung für eine ordentliche Übergabe an die neue PG-Leitung.
  3. Die PG-Leitung informiert die Mitglieder der PG und den Bundesvorstand mindestens zwei Wochen vor der Wahl und bestimmt Ort und Ablauf der Wahl. Die PG-Leitung muss sicherstellen, dass alle Mitglieder grundsätzlich an der Wahl teilnehmen können. Der Kandidierende mit den meisten, aber mindestens 25% der abgegebenen Stimmen gewinnt die Wahl. Die PG-Leitung informiert den Bundesvorstand über das Ergebnis.
  4. Die Aufgaben der PG-Leitung werden von dem/der Leiter/in übernommen. Die stellvertretende PG-Leitung übernimmt die Aufgaben ausschließlich im Falle und für die Dauer von der Verhinderung des/der Leiters/in.
  5. Die PG-Leitung kann Teilaufgaben in eigenem Ermessen an PG-Mitglieder delegieren.
  6. Die PG-Leitung kann in begründeten Fällen vom Bundesvorstand jederzeit abberufen werden; gegen die Entscheidung kann Einspruch beim Bundesschiedsgericht erhoben werden. Der Einspruch hat keine aufschiebende Wirkung; sofern das Schiedsgericht die Rechtmäßigkeit der Abberufung jedoch nicht bestätigt, erfolgt die Einsetzung in den alten Stand und eine zwischenzeitlich evtl. neu eingesetzte PG-Leitung wird automatisch wirksam abberufen.

Mitgliedschaft

  1. Jedes Mitglied der Partei der Humanisten hat das Recht, einen Antrag auf Aufnahme in bestehende Projektgruppen zu stellen. Über die Aufnahme entscheidet die PG-Leitung. Eine Ablehnung der Mitgliedschaft durch die PG-Leitung bedarf einer Begründung; gegen die Ablehnung kann Einspruch beim Bundesvorstand erhoben werden.
  2. Mitglieder sind angehalten, sich aktiv und produktiv an der Arbeit der Projektgruppe zu beteiligen und sich bei längerer Abwesenheit bei der PG-Leitung abzumelden.

Arbeitsweise und Umgang

  1. Die PG-Leitung ist für einen geordneten Arbeitsablauf zuständig. Sie bestimmt für die Diskussion und Abstimmungsverfahren verbindliche Kommunikationsplattformen im Einklang mit den zugelassenen technischen Plattformen.
  2. Die Arbeit und Kommunikation findet über die von der Partei zur Verfügung gestellten Online-Plattformen statt.
  3. Projektgruppen arbeiten lösungsorientiert an der Umsetzung der Zielsetzung. Aussagen werden begründet und Behauptungen belegt.
  4. Meinungsverschiedenheiten werden argumentativ und fair ausgetragen. Auf gegenseitiges Kategorisieren verzichten wir, da wir am selben Ziel arbeiten.
  5. Verstößt ein Mitglied der PG nach Auffassung des PG-Leiters gegen den geordneten Arbeitsablauf, kann er dieses Mitglied ermahnen und nach mehrmaligem Ermahnen von der PG ausschließen.
  6. Gegen den Ausschluss kann Einspruch beim Bundesvorstand erhoben werden.

Gestaltungsmöglichkeiten

Projektgruppen können in verschiedener Weise an der strukturellen und inhaltlichen Entwicklung der Partei teilnehmen.

  1. Eigene Stellungnahmen erarbeiten und parteiintern im eigenen Wiki-Bereich veröffentlichen und bei Disk diskutieren.
  2. Initiativen einreichen und mit Unterstützung der Mitglieder auf der Webseite veröffentlichen.
  3. Anträge zur Veränderung des Leitbildes und der Programme der Partei der Humanisten nach § 20 BS erarbeiten.
  4. Den Bundesvorstand und andere Parteigliederungen bei Stellungnahmen unterstützen.

Dokumentation und Veröffentlichung

  1. Die Projektgruppe erhält zur Dokumentation einen Bereich im Wiki der Partei.
  2. Die Dokumentation enthält:
    1. Organisatorisches wie Namen der PG, PG-Leitung, Mitglieder, Arbeitsweise, Abstimmungsverfahren und Geschäftsordnung
    2. Inhaltliches wie definiertes Ziel, Stellungnahmen und eingereichte Initiativen und Programmanträge.
  3. Für die Dokumentation ist die PG-Leitung zuständig.

Beschlussfassung

  1. Beschlüsse innerhalb der PG müssen mit einer einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen angenommen werden.
  2. Es gibt zwei Arten der Abstimmung:
    1. Direktabstimmung (z.B. Videochat) mit mindestens einer Woche Ankündigungsfrist.
    2. Asynchrone Abstimmung (z.B. Chat), die Abstimmung selbst muss mindestens 48 Stunden im Abstimmungstool verfügbar sein, im Regelfall sollte sie eine Woche verfügbar sein.
  3. Es sind nur offizielle Parteiplattformen zulässig.
  4. Es kann grundsätzlich nur mit Ja oder Nein abgestimmt werden.
  5. Wahlen und Beschlüsse sind gültig, wenn bei der Abstimmung mindestens vier Mitglieder, darunter die PG-Leitung, teilgenommen haben (Beschlussfähigkeit). Die Feststellung der Beschlussfähigkeit obliegt der PG-Leitung.
  6. Die PG-Leitung hat die Feststellung der Beschlussfähigkeit und das Abstimmungsergebnis zu dokumentieren und PG-intern zu veröffentlichen.
  7. Eine Geschäftsordnung der PG kann Ort und Ablauf der Beschlussfassung generell festlegen und bei bestimmten Abstimmungen (z.B. Anträge zum Leitbild oder Grundsatzprogramm) über das in § 7.1 vorgegebene Mehrheitsverhältnis hinaus gehen.

Vorgehensweise

Wenn Mitglieder eine Projektgruppe gründen wollen, werden sie grundsätzlich vom Bundesvorstand zu ihrem Vorhaben ermutigt. Das heißt nicht, dass es eine Garantie gibt, dass die Projektgruppe auch ins Leben gerufen wird.

Die Mitglieder der zukünftigen Projektgruppe müssen dem Bundesvorstand einen Antrag zur Gründung einer Projektgruppe vorlegen.

Der Antrag sieht dem Antrag einer Arbeitsgruppe sehr ähnlich. Zusätzlich muss allerdings festgelegt werden, wie lange diese Projektgruppe Bestand hat bzw. es muss ein fester Zeitpunkt angegeben werden, an dem die Projektgruppe wieder aufgelöst wird. Der Bundesvorstand legt dabei großen Wert auf die Begründung für die Zeitdauer; es empfiehlt sich daher, schon vorher einen Projektplan mit Meilensteinen zu erstellen.

Auf wohlbegründeten Antrag kann eine Verlängerung des Bestandes einer Projektgruppe vom Bundesvorstand genehmigt werden.

Beispiele für Projektgruppen

  • PG Wiki