Nutzungsrichtlinen der Kommunikationsplattformen

Aus Partei der Humanisten

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Zusammenfassung

Die Partei der Humanisten stellt ihren Mitgliedern folgende IT-Systeme zur Zusammenarbeit zur Verfügung:

  • Discourse (Forum)
  • ILIAS (umfassende Mitgliederplattform)
  • Slack (Chat)
  • Trello (Aufgabenliste)

Discourse und ILIAS können für eine freie Kommunikation verwendet werden. Grundsätzlich sollte die mögliche Leserschaft und der sparsame Umgang mit personenbezogenen Daten geachtet werden. Für Slack und Trello gelten besondere gesetzliche Regeln: Personenbezogene Daten von Nicht-Nutzern der Channels/Boards dürfen hier nicht verarbeitet werden.

Bei der Nutzung der Systeme sollten die Netiquette und allgemeine Kommunikationsregeln beachtet werden. Achte auf präzise und für das Gegenüber verständliche Formulierungen, provoziere nicht und fasse missverständliche Formulierungen nicht als Angriff auf. Bei Unklarheiten sollte zunächst nachgefragt werden.

Eingesetzte Systeme

Discourse ist eine Open-Source-Software für die Bereitstellung eines Forums. Entwickelt wird sie von Civilized Discourse Construction Kit, Inc. Die Partei der Humanisten betreibt ein Forum mit der Software auf der eigenen IT-Infrastruktur. Beiträge können hier bewertet und mit Kommentaren versehen werden, woraus die Software ein Ranking errechnet.

Die Open-Source-Software ILIAS stellt eine Mitgliederplattform mit zahlreichen Funktionen zum Austausch untereinander bereit. Die Entwicklung wird vom Verein ILIAS opensource e-Learning e. V. koordiniert. Die Nutzung bei der Partei der Humanisten erfolgt über eine Installation auf der eigenen IT-Infrastruktur. Auf der Plattform können verschiedene Funktionen (z.B. Wikis, Foren, Etherpads, Abstimmungen, Umfragen) in voneinander getrennten Untergruppen genutzt werden. (s. auch: | Mitglieder-Plattform)

Bei Slack handelt es sich um eine kommerzielle Plattform von Slack Technologies mit Sitz in San Francisco, die von der Partei der Humanisten in der kostenlosen Version für die Arbeit in Arbeitsgruppen und im Vorstand genutzt wird. Sie bietet Nutzern die Möglichkeit sich in verschiedenen Gruppen und Channels mit anderen Nutzern über einen Chat auszutauschen.

Trello, eine kommerzielle Projektmanagementsoftware des Unternehmens Fog Creek Software mit Sitz in New York, wird von der Partei der Humanisten in der kostenlosen Version für die Aufgabenorganisation in Arbeitsgruppen und im Vorstand genutzt. Die Software unterstützt ein agiles Projektmanagement auf Basis einer Kanban-Tafel. Aufgaben können zwischen verschiedenen Aufgabengruppen verschoben, einzelnen Nutzern zugeordnet und mit Informationen und Dateien angereichert werden.


Alle oben genannten Systeme bieten einen browserbasierten Zugang. Die aktuellen Versionen der gängigen Browsermodelle werden unterstützt. Die browserbasierte Kommunikation erfolgt ausschließlich SSL-verschlüsselt, so dass ein Mitlesen auf dem Transportweg ausgeschlossen werden kann.
Beachte aber bitte, dass bei allen Systemen in Gruppen gearbeitet wird, deren Zusammensetzung sich ändern kann. Einige Bereiche (z.B. Discourse-Foren) können außerdem frei im Internet einsehbar sein.


Slack stellt eine App für verschiedene Endgeräte bereit. Mindestens bei Android-Geräten werden dabei Berechtigungen gegeben, die der App Zugang zu personenbezogenen Daten auf dem Gerät gewähren. In dem Fall dürfte eine Nutzung der App höchstens auf rein privaten Geräten zulässig sein, da zu erwarten ist, dass (teilweise) dienstlich genutzte Geräte personenbezogene Daten (z.B.Kontakte, aber auch Dateien etc.) enthalten, die unter den Schutz des Bundesdatenschutzgesetzes fallen.[1]Auch die Weitergabe von privaten Daten durch die Nutzung einer App sollte jedoch grundsätzlich sorgfältig abgewogen werden.
Die Trello-App erfordert deutlich weniger Berechtigungen. Da sie aber ebenfalls Zugriff auf die Dateien des Smartphones fordert, ist auch hier eine Installation auf (teilweise) dienstlich genutzten Geräten nicht zu empfehlen.

Nutzung der Systeme

Personenbezogene Daten

„Personenbezogene Daten sind Einzelangaben über persönlicheoder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person (Betroffener).“[2]

Dies umfasst in der Regel alle Daten, die einer einzelnen natürlichen Person zugeordnet werden können. Dazu gehören Verwaltungsdaten wie z.B. Namen, Adressen oder Kontonummern, persönliche Eigenschaften (u.a. Religionszugehörigkeit und Mitgliedschaft in Parteien) aber auch technische Daten, wie IP-Adressen oder Klickwege auf einer Webseite. Diese Daten unterliegen einem besonderen gesetzlichen Schutz, wenn sie nicht ausschließlich zu privaten Zwecken in IT-Systemen verarbeitet werden.

Discourse und ILIAS

Bei Discourse und ILIAS kann eine Verarbeitung der Daten gemäß dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) sichergestellt werden. Bitte beachtet, dass bei der Wahl der von Discourse angebotenen Facebook-Anmeldung, bestimmte Daten an Facebook übermittelt werden.

Grundsätzlich ist jeder Nutzer gefordert, verantwortungsbewusst mit den personenbezogenen Daten anderer umzugehen. Es gilt das Prinzip der Datensparsamkeit: Personenbezogene Daten sollte immer nur soweit in die elektronische Kommunikation einfließen, wie es unbedingt notwendig ist. Dazu sollte stets der Kontext beachtet werden, in dem die Kommunikation stattfindet.

Slack und Trello

Da die Verarbeitung personenbezogener Daten auf Slack und Trello im Rahmen der Parteiarbeit momentan nicht durch das BDSG gedeckt ist, dürfen sie grundsätzlich nicht hierüber verarbeitet (z.B.verbreitet) werden, es sei denn der Betroffene hat sich hiermit einverstanden erklärt.
Die Partei der Humanisten geht ausdrücklich davon aus, dass sich der Nutzer mit dem Beitritt zu einem zur Partei gehörigen Slack-Channel damit einverstanden erklärt, dass seine personenbezogenen Daten auch über Slack verarbeitet werden dürfen. Analog gilt dies für den Beitritt zu einem Trello-Board der Partei. Die Nutzung von Slack und Trello erfolgt grundsätzlich für alle Mitglieder, Funktionsträger und Arbeitnehmer der Partei auf freiwilliger Basis!
Auf keinen Fall dürften jedoch personenbezogene Daten nicht angemeldeter Mitglieder verarbeitet werden. Dies gilt sowohl für Erwähnungen in den Slack-Channels, in persönlichen Nachrichten über Slack, Kommentaren in Trello, wie in Dateien, die über Slack und Trello ausgetauscht werden.


Zulässig sind demnach z.B.:
  • Besprechung von Satzungen, Grundsatzprogrammen
  • Besprechung von Parteistrategien
  • Organisation von Treffen
  • Planung von Werbeveranstaltungen

→ Für alles gilt: solange keine personenbezogenen Daten zu Personen zuzuordnen sind, die Slack/Trello nicht nutzen, es sei denn sie haben diese Informationen selbst an anderer Stelle (z.B. in einem öffentlichen Blog) veröffentlicht.


Zulässig sind demnach z.B. nicht:
  • Austausch von Daten von Mitgliedern (z.B. Mitgliederlisten) und anderen natürlichen Personen, die nicht in Slack/Trello arbeiten.
  • Die identifizierbare (z.B. namentliche) Erwähnung von Mitgliedern, die Slack/Trello nicht nutzen.
  • Die Kommunikation über Bewerber.


Passwörter oder sonstige IT-sicherheitskritischen Informationen sollten grundsätzlich nicht über Slack und Trello ausgetauscht werden, auch wenn alle Betroffenen damit einverstanden sind!

Netiquette[[3]]

Kommunikation ist eine schwierige Angelegenheit, insbesondere wenn sie online erfolgt. Bei der Online-Kommunikation bleibt in den meisten Fällen nur der verbale Teil der komplexen Kommunikationsmöglichkeiten übrig, non-verbale Zwischentöne gehen unter, was ein besonders hohes Risiko von Missverständnissen zwischen Sender und Empfänger birgt. Deshalb beachtet bei eurer Kommunikation über unsere Online-Systeme bitte folgende Umgangsregeln:

  • Bleibe beim jeweiligen Thema.
  • Zuerst alle Beiträge zum aktuellen Thema lesen, dann darauf reagieren. Wenn dies einmal nicht möglich ist, sollte man das anmerken.
  • Schreibe prägnant: so viel wie nötig, so wenig wie möglich.
  • Achte auf eine korrekte Schreibweise (grammatisch und orthografisch). Das erhöht die Verständlichkeit und beugt somit Missverständnissen vor. Außerdem verbessert es den Lesefluss. Längere Posts sollten grundsätzlich strukturiert werden.
  • Versetze dich in dein Gegenüber hinein. Vermittle alle Informationen, die der Empfänger benötigt, um dein Anliegen, deine Aussage oder eine beschriebene Aufgabe ohne Nachfragen zu verstehen.
  • Begründe Meinungen mit klaren Argumenten. Nicht prüfbare Unterstellungen sollten grundsätzlich unterlassen werden.
  • Belege Zitate mit der Quelle.
  • Lese Posts vor dem Veröffentlichen noch einmal durch und korrigiere sie gegebenenfalls.
  • Konservativ schreiben, liberal lesen. Lass dich nicht von Aussagen provozieren, oftmals sind sie wahrscheinlich gar nicht angreifend gemeint. Reagiere deshalb besonnen, auch auf kontroverse Meinungen und Inhalte. Frage bei Unklarheiten nach, wie etwas gemeint ist.
    Gleichzeitig sollte man auf die eigene Wortwahl achten, um auch auf der Empfängerseite das Risiko eines Missverständnisses zu minimieren. Falls es doch einmal zu einem Missverständnis kommt: Stelle es richtig.
  • Gezielte Beleidigungen, Diskriminierung und Diffamierung von Nutzern sind grundsätzlich zu unterlassen.
  • Werbung, insbesondere für kommerzielle Inhalte, hat in den Foren und Chats der Partei der Humanisten keinen Platz.


  1. Nach §1, Abs. 2 BDSG
  2. §3, Abs. 1 BDSG
  3. Anregungen aus: