Arbeitsweise einer Arbeitsgruppe

Aus Partei der Humanisten

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Ziel

Jede Arbeitsgruppe hat ihren eigenen Forschungsgegenstand, dem sich mit einer eigenen Forschungslogik genähert wird. Auch gestaltet sich die Diskussion um strittige Punkte, der Klärung von Problemstellungen und die Beschaffung notwendiger Informationen in jeder Arbeitsgruppe höchst unterschiedlich. Deshalb ist es schwierig, eine einheitliche Vorgehensweise für sämtliche Arbeitsgruppen zu erarbeiten. Die folgenden Zeilen gelten daher lediglich als ein Vorschlag, genauer als eine mögliche Herangehensweise, sich einem spezifischen Themenfeld zu nähern und zielführend zu bearbeiten. Es steht jeder Arbeitsgruppe frei, diese zu modifizieren oder eine eigene, für den Gegenstand besser geeignete zu eruieren. 

Vorschlag zur Arbeitsweise

1. Schritt: Themenfelder zusammentragen (ca. 1 Woche)

In diesem Schritt werden sämtliche in Betracht kommende Sachverhalte, Problemstellungen, Streitfragen und Themenfelder in einem Brainstorming aufgelistet. Ein eigener Channel der Kommunikationsplattform Slack ist für den internen Austausch und Trello oder das Wiki zum Festhalten der Zwischenergebnisse geeignet.


Es bietet sich an, dass der/die Gruppenleiter/in in Absprache mit seinen Mitarbeiter*innen (optional in Absprache mit dem Bundesvorstand) am Ende des ersten Schritts den zu bearbeitenden Rahmen insofern absteckt, als dass er/sie die Liste der Themenfelder schließt, ähnliche Punkte zusammenfasst oder Unterpunkte erstellt und (vorläufig) nicht bearbeitbare Themenfelder streicht. Die hierbei entstehende Liste dient als Vorlage für den zweiten Schritt.

2. Schritt: Themenfelder an Mitglieder verteilen (ca. 2 Wochen)

Jedes Mitglied der AG sucht sich eine angemessene Anzahl von Themenfeldern heraus und versucht in Erfahrung zu bringen was der aktuelle wissenschaftliche Stand ist, wo und wie eine Herangehensweise Sinn macht und mit wie großem Arbeitsaufwand zu rechnen ist. Ebenfalls ist in Erfahrung zu bringen, ob eine etwaige Lösung auf Landes- oder Bundesebene angestrebt werden muss/soll oder ob es Einschränkungen durch supranationale Institutionen wie die EU gibt.


Die heraus generierten Informationen werden optimalerweise allen Mitgliedern der AG zur Verfügung gestellt, mindestens aber dem/der Gruppenleiter/in. Ein per Doodle-Umfrage organisiertes Hangout oder schlicht die Kommunikationsplattform Slack bietet sich hierfür an. Der/Die Gruppenleiter/in nutzt die Informationen, um Themenfelder auf der Liste der zu bearbeitenden Themenfelder zu ergänzen, einzuschränken oder bei Bedarf weiter zu kürzen.

3. Schritt: Verfassen von Texten (ca. 6 Wochen)

Option A: Zu jedem Thema werden Texte/Positionen/Forderungen verfasst. Bei arbeitsintensiven Themen werden mehrere AG-Mitglieder hinzugezogen und anschließend wird entschieden wie viel und in welcher Form in ein zu bestimmendes Papier übernommen wird. Vorteil: Alle Themenfelder finden i.d.R. Erwähnung. Nachteil: Arbeitsintensiv und zeitaufwendig.

Option B: Festlegung auf ein bestimmtes Papier (Positionspapier, Wahlprogramm, Änderungsantrag an das Grundsatzprogramm, etc.) und daraufhin wird gezielt auf einen Text in Teamarbeit hingearbeitet. Vorteil: Gebündelte Aufmerksamkeit auf tatsächlich relevante Themen. Nachteil: Wird schnell unübersichtlich und andere, eventuell nicht unwichtige Themenfelder werden außen vorgelassen.

4. Schritt: Zusammentragen der Ergebnisse (ca. 3 Wochen)

Hierbei wird eine Einigung auf Formulierungen in den jeweiligen Texten gesucht. Auch hier bietet sich ein per Doodle-Umfrage organisiertes Hangout oder die Kommunikationsplattform Slack an. Bei Streitfragen sind Umfragen und das Einholen von Meinungsbildern innerhalb der AG sinnvoll. 

Der/Die Gruppenleiter/in hat hierbei darauf zu achten, dass der Stil möglichst einheitlich ist (insbesondere bei Positionspapieren) und sich in den Duktus der bereits bestehenden Texte reibungslos einfügt (insbesondere bei Änderungsanträgen zum Leitbild oder Grundsatzprogramm). 

5. Schritt: Anpassung nach Einholung von Kritik (ca. 2 Wochen)

Nachdem die Mitgliederbasis, Fachgremien, externe Experten oder Vorstände eine Replik verfassten, können Änderungsvorschläge ggf. eingearbeitet werden. Anschließend sollten alle fertigen Texte, die die AG veröffentlichen oder einreichen möchte, mindestens zweifach korrekturgelesen werden, um Rechtschreib- Grammatik und Interpunktionsfehlern vorzubeugen.

Beispiel AG Gesundheitspolitik

1. Schritt: Themenfelder zusammentragen (ca. 1 Woche)

Standard Brainstorming in der Kommunikationsplattform Slack mit anschließender Zusammenfassung und Kategorisierung durch den Gruppenleiter.

Festhalten des Arbeitsschritts in Trello:

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2. Schritt: Themenfelder an Mitglieder verteilen (ca. 2 Wochen)

Mitarbeitende der AG berichten dem Gruppenleiter, inwiefern die Bearbeitung ihres Themenfeldes Sinn macht und mit welchem Arbeitsaufwand zu rechnen ist. Sich aus der Recherche ergebende, weitere Themenfelder kommen hinzu. 

Festhalten des Arbeitsschritts in Trello:

Brainstorming.jpg

Der Gruppenleiter kategorisiert die Themenfelder und bringt sie in eine aus seiner Sicht sinnvolle Reihenfolge. Eine neue Zuteilung der Themenfelder kann, muss aber nicht erfolgen. 

Festhalten des Arbeitsschritts in Trello:

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3. Schritt: Verfassen von Texten (ca. 6 Wochen)

Wahl fiel auf Option B, beginnend mit einem Positionspapier. Mitarbeitende recherchieren, verfassen Texte, diskutieren untereinander, halten Rücksprache mit dem Gruppenleiter und revidieren bei Bedarf ihre schriftlichen Ausführungen.

4. Schritt: Zusammentragen der Ergebnisse (ca. 3 Wochen)

Nach einem Hangout und mehreren Umfragen im Slackchannel der AG trägt der Gruppenleiter sukzessiv alle erarbeiteten Texte zusammen und bündelt sie in einem Worddokument, welches er stets (als PDF gespeichert) seinen Mitarbeitenden zur Verfügung stellt. 

5. Schritt: Ggf. Anpassung nach Einholung von Kritik (ca. 2 Wochen)

Nachdem Änderungsvorschläge angehört und diskutiert wurden, kann der Leiter der Arbeitsgruppe – stets in Rücksprache mit allen aktiv Mitwirkenden – bereits erarbeitete Texte revidieren.

Geschäftsordnung

Laut Bundessatzung § 19 (4) ist die Implementierung einer Geschäftsordnung für Arbeitsgruppen obligatorisch. Wie eine solche aussehen kann, zeigt die folgende Mustergeschäftsordnung.